Work & Show - Raisting 2008
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Die klaut mir den Dummy
Aufpassen !
feiner Coffee
Iris Wright, Rainer und ich
verar...
gleich geht´s "Voran"
"Walk up"
"Warten"
Coffee "Hier"
"Warten"
immer noch "Warten"
endlich der Doppelpfiff
"Aport"
"Aus"
Wow Wasser !!!
"Aport" über´s Wasser
und schnell wieder "Hier"
häha nochmals vera...
"Aus" sonst gibt´s Ärger :-)
"Sitz" und "Fuss" ohne Leine
"braver" Coffee
ganz "braver" Coffee
"Aufpassen"
Zweier "Walk up" - schwierig
Da fliegt der Dummy
Coffee "Hier" unter Stress
ich bin dann mal weg
"Doppelmarkierung"
"Eingesprungen" und dann ?
geht doch
Spass bei der "Verloren Suche"
ein paar Kumpels
Klasse Zuschauer
tolle "Toller"
sieht aus wie ich in Gross
Entspannen
wir sind gleich dran
schön "Fuss" - die kuckt ja
Zähne OK
"Body in beautiful condition"
     
Work & Show - Raisting 2008
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Mein Timing war perfekt!

Genau an diesem Wochenende habe ich so richtig zum pubertieren angefangen - die haben vielleicht blöd geschaut, was ich alles kann bzw.. nicht mehr kann. Pubertieren heißt auf jeden Fall auf Durchzug stellen und grundsätzlich alles was man sonst den Zweibeinern zu Liebe gemacht hat einfach mal sein lässt und sich blöd stellt. Kein Mensch hat mich gefragt, ob ich den ganzen Zauber mit dem hochtrabenden Begriff "Work & Show" überhaupt will.
 
 Freitag, Trainingstag
 
Angefangen hat das ganze am Freitag, den 7.11.08 mit ganz früh aufstehen und fast 2 Stunden Autofahrt. O.K. dann war es ja super, denn als ich aus dem Auto raus bin habe ich schon ganz viele Hunde und Menschen gesehen und ich dachte ja, jetzt machen wir einen drauf - von wegen. Unter den ganz vielen Leuten waren noch 2 Besondere - wie sich später herausstellte "Trainer" aus England". Abgesehen davon, dass ich die nicht verstanden habe, musste ich aber trotzdem dort ganz fest aufpassen und sollte das tun, was mein Herrchen von mir wollte.
 
Wie ich schon oben erwähnt habe, hatte ich mich ja dazu entschlossen die Pubertäre Phase voll einzuläuten und deshalb habe ich nur ganz schwer warten können bis ich zum Einsatz kam, bin dann aber zur Strafe nicht wie üblich zum Dummy gerannt, sondern nur locker drauf los gelaufen. Meine Trumpfkarte habe ich dann beim Zurückkommen ausgespielt. Hier bin ich immer so ca.. auf einen Meter zu Rainer hin und dann habe ich ihn freundlich angelächelt und bin drauf los gesprungen. Eine neue Erfahrung habe ich hier aber dann doch gemacht. War da doch so eine freche Nudel, die ich eng umrundet habe und schwups hat die mir doch glatt den Dummy aus dem Maul geholt und nicht mehr hergegeben - blöde Kuh.
 
Übrigens, die Frau mit dem lustigen Hut und der grooooßen Brille ist die Frau Wright, die englische Trainerin. Die war wirklich super lieb und hat mich die ganze Zeit über nur "puppy" genannt. Dieser Tag war ganz schön anstrengend. Angefangen haben wir um 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr und dann ging es um 13:00 Uhr schon wieder weiter bis 16:00 Uhr. Ganz am Schluss sind wir noch in 2er Teams an den Bach gegangen. Der war ganz schön kalt und hatte auch Strömung, aber das macht uns Labis ja nichts aus oder? Von wegen. Meine Partnerin war total wasserscheu. Nur mit viel zureden ist sie ins Wasser gegangen, hat den Dummy aber erst mal sein lassen, da sie einfach nur noch auf der anderen Seite an Land wollte. Das war dann ein mords Theater, bis die wieder Mut hatte und zurück kam. Ihren Dummy durfte dann ich noch holen, da alle Beteiligten nur noch froh waren, dass sie sich doch noch getraut hat wieder zurück zu schwimmen.
 
In der Nacht habe ich das erst mal im Womo geschlafen, ganz tief und fest.
 
 
Samstag, Wettkampf
 
So ein Wettkampftag beginnt auch immer recht früh. Aufstehen und erst mal spazieren gehen. Ich dachte ja ich hab was an den Augen, denn das war ja fast noch dunkel draußen. Anschließend Essen und zur Ruhe kommen - wobei ich nicht weiß für wen das galt. Frauchen kam mit Kaffee und Brezen dann auch noch und wir sind gemeinsam an den "Ort des Schreckens" gefahren. Noch viel mehr Hunde und Leute, alle riechen ziemlich angespannt, keiner hat so recht nen Plan und ich mitten drin. Nachdem alle irgendwann einen Platz zum Sitzen gefunden haben ging es Schlag um Schlag. Zum allgemeinen Verständnis, alle Prüfungen werden ohne Leine und eigentlich auch ohne gesprochenes Kommando ausgeführt.
 
1. Prüfung
 
Ich sollte zunächst einfach neben Rainer Sitz machen und warten, bis die Engländerin ihm erklärt hat was wir machen sollen. Danach sind wir ein paar Meter schön Fuß weiter gelaufen und ich sollte wieder Sitz machen und warten. Bis dahin war das ja alles noch o.k. aber dann, ich sag's euch. Dann kam in ca.. 50 Meter Entfernung plötzlich eine Gestalt aus dem Gebüsch und hat einen Dummy geworfen. Da war ich nicht mehr zu halten, das war mein Einsatz. Schade nur, dass mein Herrchen und die Engländerin noch nicht so weit waren. Die meinten doch allen Ernstes, dass ich hätte warten sollen bis sie mir das Kommando geben. So ein Quatsch, aber anscheinend wäre das wichtig gewesen, denn Rainer schaute schon ein wenig betroffen als ich wieder da war.
 
2. Prüfung
 
Jetzt wird´s interessant. Wir machen eine Walk-up mit 2 Hunden und in der Mitte der Wettkampfrichter. Rainer hat mich sicherheitshalber an die Leine genommen, denn sein Vertrauen auf meine Geduld war zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich geschwunden und er wollte nicht, dass ich den anderen Hund irritiere, wenn ich ohne Kommando einspringe. Beim Walk-up laufen alle gleichzeitig in einer Linie vor und wenn der Kampfrichter stehen bleibt, müssen wir Hunde uns ganz schnell ins Sitz begeben und warten. Dann wird von einer Seite ein Dummy quer über das Feld geworfen. Dann läuft der Kampfrichter wieder weiter und wir natürlich mit ihm, bis er wieder stehen bleibt und von der anderen Seite ein Dummy geflogen kommt. Dann gibt der Kampfrichter einem Hundeführer das o.k. und sagt ihm, welcher der beiden Dummys geholt werden soll. Damit ich da nichts durcheinander bringe, hat Rainer mich in die Richtung eingewiesen und los ging's. Rainer hat wirklich alles gegeben um mich zum zurückkommen zu ermuntern. Er hat sich gleich in den Dreck gekniet aber - ich habe stur meinen 1 Meter Abstand eingehalten und dann abgedreht um Faxen zu machen.
 
3. Prüfung
 
Übrigens habe ich euch schon erzählt, dass Claudia die einzigste von uns war, die einen relaxten Eindruck machte. Kein Wunder, die ist ja nur mit dem Foto Rumgelaufen und hat hier und dort ein Schwätzchen gehalten, aber für sie habe ich mir was ganz Besonderes einfallen lassen. Bei der Übung musste ich ganz brav Sitz machen und zuschauen, wie  2 Dummy´s geworfen werden. Eigentlich sollte ich nach Richtungseinweisung einen nach dem anderen holen, doch das hat mir alles viel zu lange gedauert und dann bin ich halt gleich mal los gestartet. Ich hatte schon den ersten Dummy und war auf dem Weg zum Zweiten, da ist mir noch mein Streich mit Claudia eingefallen. Ich hab den 1. Dummy neben den 2. gelegt und "abgedrückt". Das Raunen in der Menge konnte ich bis zu mir holen und ich hab Claudia schon gesehen, wie sie sich aus dieser betroffenen Menge löst, einen Kackbeutel schon in der Hand und auf mich zugeht - na das hat ja wunderbar funktioniert. Cool war sie trotzdem noch, denn die hat doch glatt noch ein Foto von mir gemacht.
 
4. Prüfung
 
Hier gibt es leider nur ein Foto nach Beendigung der Prüfung, da dies eine Verlorensuche im Wald war. Die habe ich aber wirklich ganz prima gemacht, denn Rainer hat den Kampfrichter angesehen und ihn kläglich gefragt "jetzt haben wir aber schon Punkte geholt oder?"
 
Damit war mein erster Wettkampf beendet und ich hatte so richtig Spaß, die Zweibeiner glaube ich nicht so, die redeten immer warum, weshalb, kenn ihn so gar nicht.
 
 
Sonntag, Showtime
 
Jetzt geht  es in den Endspurt - Showtime.
 
Diesmal waren wir in einer großen Halle, wieder mit ziemlich vielen anderen Hunden und Leuten und natürlich die Engländerin.
Das war total einfach. Ich bin mit Rainer mal mit mal ohne Leine in Kreis gelaufen und dann sind wir zu Frau Wright gegangen. Die hat mir erst mal ins Maul geschaut und mich dann am ganzen Körper abgetastet. Anschließend sollten wir nochmals laufen und bei ihr Halt machen. Da hat sich mich dann eine ganze Zeit angesehen und uns dann zum 1. Platz in der Jugendklasse mit folgender Beschreibung gratuliert.

 
"Extravertierter junger Hund in wunderschöner Verfassung, benötigt viel Zeit zur Reife, maskuliner Kopf, gute Nackenhaltung, kompakter Körperbau mit gerader Kopfzeile. Bewegt sich fröhlich und korrekt."
 
Bewertung: sehr gut
 

 
Ich konnte förmlich spüren, wie meine Eltern wieder normal wurden und ich glaub die haben sich ganz arg über diese blaue Rosette gefreut.
Ich freu mich nach dem langen Wochenende erst mal wieder auf zu Hause. 
 
Übrigens, der schwarze Labi mit der blauen Leine sieht aus wie ich. Der sollte eigentlich Blindenhund werden, doch ging das leider nicht, da er Probleme mit der Hüfte hat. Dafür hat er aber bei seiner Pflegefamilie bleiben dürfen und die haben ihn ganz arg lieb.
 
Quirlige Jungs waren auch die roten Toller. Das sind auch Retriever, doch die sind viel kleiner als wir anderen und haben ein permanent grantiges Gschau.
     
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