4. Oktober 2009 – ich treffe meine Familie wieder!
Ich freu mich heute riesig, denn wir fahren zum jährlichen Treffen meiner Geschwister, Mama, Oma und meinen Zieheltern Werner und Brigitte. Da ist immer mächtig was los, nur schwarze Labi´s so weit das Auge reicht.
Am Tennisplatz haben wir uns alle getroffen und unsere Herrchen wurden dort wunderbar durch Kuchen, Brezen, Kaffee und sonstige Leckereien abgelenkt - da blieb kein Auge trocken. Wir haben uns erst mal alle freudig begrüßt und dann war nur noch VOLLGAS angesagt. Ab und an wurden wir mal zurück gerufen, aber ansonsten durften wir machen was wir wollten. Nur eine nicht, was gerade wir Rüden sehr bedauerten (sie war Läufig), aber damit auch sie ihren Spaß hat wurde beschlossen, dass wir den anstehenden Spaziergang einfach gemeinsam an der Leine machen.
Zuvor wollte es die Brigitte doch noch wissen und packte ihre Dummys aus. Jeder sollte mal zeigen, was er damit schon so anzufangen weiß und hier zeigte sich ganz deutlich, dass wir halt alle Labi´s sind. Egal ob wir in der Richtung schon wirklich arbeiten oder nicht, das Interesse am Dummy war bei allen ganz groß, nur bei den Feinheiten hat man dann doch festgestellt, wer von uns da schon im Training ist.
Nach dieser Anstrengung ging´s dann endlich mit dem Spaziergang los, ich sag´s euch, das war brutal anstrengend. Wir waren ja nur 2 Jungs, der Rest alles nur hübsche Mädels. Blöderweise sind wir Jungs ganz hinten gelaufen und das führte dazu, dass sich unser Abstand zu den Mädels immer mehr vergrößerte, da unsere Herrchen so gar nicht einsehen wollten, dass wir mit langen Hälsen dem verführerischen Duft folgen wollten. Unsere Leinen hingen da gar nicht mehr locker durch, neee, sahen eher aus wie Stahltrossen, die eben auf dem Prüfstand für Zugfestigkeit sind. Dass das natürlich nicht so weiter ging war klar und somit wurden wir nach dem 1. Stopp ganz nach vorne geschickt und sind von da an vorneweg gelaufen – wie es sich halt für Männer gehört.
Kurz bevor wir wieder an den Autos waren ging der Spaß noch mal richtig los. Ein toller See lag vor uns und das haben wir alle mit Freude zur Kenntnis genommen und sind wie die Blöden rein gesprungen.
Im Anschluss ging es zum Mittagessen, doch leider war danach auch schon Ende und alle fuhren wieder Heim.
Die Koi´s und ich ...
Wir machten noch einen Besuch bei Peti und Uwe, da die ja fast um´s Eck wohnen. Das Wetter war recht schön und so haben wir es uns alle auf dem Steg gemütlich gemacht. Von dort kann man wunderschön die Kois beobachten, wobei mir die nicht ganz geheuer sind, denn der Uwe hat da wirklich riesen Dinger rum schwimmen. So große Fische habe ich noch nie zuvor gesehen und eigentlich dachte ich bislang immer, solche Brocken gibt es nur im großen Meer. Doch heute habe ich gelernt, dass es solche Geräte auch bei Uwe und Peti gibt.
Mama und Papa trinken Kaffee – toll und was macht mich jetzt wieder munter? Ich bin inzwischen ziemlich müde und habe einen mächtigen Durst. Na zum Glück ist das hier nun wirklich kein Problem, Wasser ohne Ende vor meiner Nase. Hm – irgendwie reicht mein Hals nicht so recht bis zum Wasser runter, ich streck mich und streck mich und …. platsch, Hals zu lang und schon ging es kopfüber in den Koiteich. Ein Alptraum sag ich euch! Ich dachte nur an diese gewaltig großen Fische da drin und wollte nur noch eines – RAUS! Ja von wegen, habt ihr ne Ahnung wie so ein richtiger Koiteich aussieht? Alles arschglatt und bolzgerade, da ist nichts mit rausklettern oder so. Ich war ganz schön froh, dass Mama und Papa mich da ganz schnell an meinen Füßen wieder raus gezogen haben, ich glaub die haben mir angesehen, dass es auch bei Wasserratten den Moment der Panik gibt. Vielleicht haben die beiden aber auch nur so dümmlich geschaut, da ihnen mein Sturz in den Koiteich doch ziemlich peinlich war.

Aber was soll´s? Peti und Uwe sind halt zwei super Liebe und haben tatsächlich über mich Tollpatsch gelacht und fanden das auch gar nicht schlimm – war bestimmt auch nur ein 1-maliger Ausrutscher – VERSPROCHEN!