5. April 2009, ich habe meine Stiefgeschwister in Hüttisheim besucht.
Mensch, das war vielleicht komisch. Die Frau Zimmer hat das schon richtig erkannt, dass wir „erwachsenen“ Hunde da etwas skeptisch an so nen Haufen Kleiner dran gehen. Schwarze und braune Welpen, 6 Wochen alt, waren da und ich kann euch sagen, es waren ziemlich viele. Die geben so komische Laute von sich und können noch gar nicht gescheit laufen, das sieht eher nach ner Ente aus wie die watscheln. Neugierig sind die aber ohne Ende. Kaum war ich in dem Zimmer, waren die ersten beiden schon am Absperrbrett und haben versucht mich mit ihrer Nase zu stubsen. Ja so geht das ja nun wirklich nicht, hab mich erst mal umgedreht und Oma und Mama begrüßt. Oma mich gleich angeschnauzt und dann habe ich halt eine Beruhigungsrunde mit Collin im Haus gedreht. Blöd war nur, dass mich meine Neugier bis rauf ins Dach getrieben hat. Beim Versuch runter zu gehen habe ich gesehen, dass diese Treppe super steil und offen ist und zu allem Überfluss auch noch aus Lochgitter besteht - das geht ja gar nicht. Tja, daraufhin sind dann alle der Reihe nach zu mir hoch gekommen. Papa, Frau Zimmer (mit Wienerle), Mama und Herr Zimmer. Nichts ging, ich wollte nicht. Da hat Herr Zimmer mich kurzer Hand in den Arm genommen und runter getragen – ich hab ganz schön gebibbert und ganz still gehalten, damit er mich ja nicht aus Versehen fallen lässt. Somit sind hier im Haus die kleinen Welpen doch das geringste Übel und so habe ich halt die wieder besucht.
Sie waren jetzt auch gar nicht mehr so schlimm, man gewöhnt sich ja schließlich an alles und so sind Collin und ich mutig über das Absperrbrett gesprungen, mitten rein in die kleine Rasselbande. Die wollten uns ja gleich hinter her, doch da haben die sich geschnitten. Wir Großen sind doch viel schneller als die und haben gleich deren tolles Spielzeug im Garten ausprobiert.
Ja dann hieß es „Gassi gehen“ und vor lauter Freude habe ich nicht mehr so auf die Kleinen geachtet und schon hat mir so ein Kleiner seine Nase ins Gesicht gedrückt und mich abgeschleckt – pfui.
Herr Zimmer hat sich eine ganz tolle Strecke ausgesucht und wir 4 hatten dort richtig viel Spaß. Wald, Wasser, Fischer und kein Schnee mehr, das war doch mal wirklich eine tolle Abwechslung.
Schade war nur, dass ich dann bei der Rückkehr doch glatt im Auto bleiben musste – angeblich weil ich so dreckig sei. Eigentlich war ich darüber ja ganz froh, doch ich hab’s mir natürlich nicht anmerken lassen, dass ich so dringend eine Runde Schlaf brauche.
Ja was soll man sagen. Wenn einer eine Reise tut, dann schläft er selig?